Vor allem Print und Audio boomten

US-Buchmarkt wächst um 2,5 Prozent

14. August 2026
Redaktion Börsenblatt

Die US-Verlagsbranche erzielte 2025 laut AAP Erlöse von 33,4 Milliarden US-Dollar (rund 29,0 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,5 Prozent.

US-Flagge

Publikumsmarkt wächst

Die US-Verlagsbranche hat 2025 geschätzte Erlöse von 33,4 Milliarden US-Dollar (rund 29,0 Milliarden Euro) erzielt. Das geht aus dem StatShot Annual Report der Association of American Publishers (AAP) hervor. Gegenüber 2024 mit 32,5 Milliarden US-Dollar (rund 28,2 Milliarden Euro) stiegen die Erlöse um 2,5 Prozent. Im Vergleich zu 2021 beträgt das Plus 16,1 Prozent.

Der Publikumsmarkt ("Trade") legte um 2,7 Prozent auf 21,7 Milliarden US-Dollar (rund 18,8 Milliarden Euro) zu. Die stärkste Entwicklung verzeichneten religiöse Verlage: Ihre Erlöse stiegen um 9,3 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro).

Bei der Erwachsenenliteratur wuchs die Belletristik um 3,9 Prozent auf 7,1 Milliarden US-Dollar (rund 6,2 Milliarden Euro). Die Erlöse mit Sachbüchern für Erwachsene stiegen um 1,3 Prozent auf 6,0 Milliarden US-Dollar (rund 5,2 Milliarden Euro).

Auch der Kinder- und Jugendbuchmarkt legte zu. Die Belletristik erzielte 5,4 Milliarden US-Dollar (rund 4,7 Milliarden Euro), ein Plus von 0,9 Prozent. Kinder- und Jugend-Sachbücher wuchsen um 0,3 Prozent auf 1,0 Milliarden US-Dollar (rund 867 Millionen Euro).

Uneinheitliche Entwicklung im Bildungsmarkt

Lehrmaterialien für den Hochschulbereich wuchsen um 8,5 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar (rund 4,1 Milliarden Euro). Dagegen gingen die Erlöse mit Unterrichtsmaterialien für den Vorschul- bis Sekundarbereich um 2,5 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Milliarden Euro) zurück.

Der Bereich Fach- und Wissenschaftsliteratur ohne Zeitschriften verzeichnete ein Minus von 1,2 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro). University Presses steigerten ihre Erlöse hingegen um 4,9 Prozent auf 368 Millionen US-Dollar (rund 319 Millionen Euro).

Print spielt die Hauptrolle

Gedruckte Formate machten 50,6 Prozent der gesamten Verlagserlöse aus. Die Umsätze mit Hardcovern stiegen um 3,9 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar (rund 7,1 Milliarden Euro), jene mit Taschenbüchern um 2,1 Prozent auf 8,0 Milliarden US-Dollar (rund 6,9 Milliarden Euro).

Digitale Formate – Digital Audio und E-Books – erreichten einen Anteil von 14,2 Prozent an den Gesamterlösen und wuchsen um 4,3 Prozent. Digital Audio legte um 5,3 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) zu. Die E-Book-Erlöse stiegen um 3,2 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro).

Onlinehandel dominiert

Der Onlinehandel blieb mit 12,3 Milliarden US-Dollar (rund 10,7 Milliarden Euro) der größte Vertriebskanal und wuchs um 3,1 Prozent. Im stationären Handel legten die Erlöse um 7,2 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar (rund 5,8 Milliarden Euro) zu. Der intermediäre Vertrieb ging dagegen um 0,6 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro) zurück.