Dotiert mit 5.000 Euro

Alfred-Döblin-Medaille geht an Mascha Unterlehberg

30. April 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zeichnet Mascha Unterlehberg für ihren Debütroman "Wenn wir lächeln" (Dumont) mit der Alfred-Döblin-Medaille 2026 aus. Der Preis würdigt erste vielversprechende Veröffentlichungen sowie das bisherige literarische Wirken. 

Mascha Unterlehberg

Mascha Unterlehberg 

In der Begründung der Jury heißt es: "Mascha Unterlehbergs Debütroman erzählt in überzeugender Unmittelbarkeit von der komplizierten Freundschaft zweier junger Frauen und zeigt subtil die gesellschaftlichen Verhältnisse, die dieser Freundschaft den Boden bereiten. (…) Unterlehbergs scheinbar einfache, direkte Sprache vermag die Personen und Ereignisse nah heranzuholen. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, eine Vagheit entstehen zu lassen, die nicht nur ein Ausdruck des Erwachsenwerdens ist, sondern auch das Diffuse der Gewaltstrukturen erkennbar macht, in denen sich die beiden Hauptfiguren täglich bewegen, eine zumeist männlich geprägte Gewalt, die sich bis in psychische Schattierungen hinein abbildet. (…) Mit 'Wenn wir lächeln' ist Mascha Unterlehberg ein griffiges und elegant gewebtes Textgeflecht gelungen."

Die Preisverleihung findet am 18. Juni um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz statt.

Über die Preisträgerin

Mascha Unterlehberg, geboren in Mülheim an der Ruhr, hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Sie hat an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet, war Stipendiatin der Cité des Arts in Paris und nahm mit "Wenn wir lächeln" 2023 am Literaturkurs in Klagenfurt teil.