Die Liste der 686 Schriftsteller:innen im Unionsverlag liest sich wie ein Who’s Who: Assia Djebar, Tschingis Aitmatow, Yaşar Kemal, Leonardo Padura, Nobelpreisträger wie Nagib Machfus und Mo Yan ... Aus mehr als 100 Ländern kommen sie, "und wir werden ganz hellhörig bei Kulturräumen, die bei uns literarisch noch nicht vorkommen", meint Progammleiterin Lea Artmeyer am sonnigen Nachmittag auf der Dachterrasse des Hauses in der Züricher Neptunstraße. "Allerdings halten wir nicht anhand der Landkarte nach neuen Autor:innen Ausschau." Was macht den "Unionsspirit" aus? "Wir suchen Titel, die auch in 20 Jahren noch etwas zu sagen haben – die Inhalte sollen aus unterschiedlichsten und originären Perspektiven von der Welt erzählen." Immer wieder entdeckt Artmeyer in der Backlist Titel, "da lese ich mich fest. Die Backlist ist ein weltliterarischer Schatz, den wir in feinen Neuausgaben immer wieder polieren."