Die "Olivier Nora Editions" sollen ein allgemein ausgerichteter Verlag mit Sitz in Paris sein. Geplant sei es, ab Januar 2027 "im Normalbetrieb zwischen 30 und 50 Titel pro Jahr zu veröffentlichen – Belletristik und Sachbücher". Er werde dann über ein kleines Team verfügen, das sich ganz den Autorinnen, Autoren und ihren Werken widmet, so Nora.
Unterstützt wird er bei der Verlagsgründung durch die Editis-Gruppe. Diese ist im Besitz des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky. Die Editis-Gruppe ist hinter Hachette die Nummer zwei im französischen Verlagswesen und erwirbt eine Minderheitsbeteiligung am Kapital des Unternehmens, so Nora in seiner Mitteilung. Zudem stelle sie eine Vertriebs- und Verteilungsvereinbarung mit ihrer Tochtergesellschaft Interforum sowie kommerzielle, marketingbezogene, technische und administrative Dienstleistungen zur Verfügung, berichtet "La Nouvelle République".
Die ersten beiden Titel, die im Oktober 2026 erscheinen, sind "Mémoires provisoires" von Bernard-Henri Lévy und "Sermons sous les décombres" von Delphine Horvilleur. Beide wurden bereits bei Grasset veröffentlicht.