In Bologna sucht man von 13. bis 16. April die Stoffe für 2027 und nach Anzeichen, wie sich der Markt in den europäischen Nachbarländern, in den USA und Asien entwickeln wird. Übereinstimmend traut man den Büchern für die Altersgruppe der 0- bis 6-Jährigen das meiste Potenzial zu, die Umsatzzahlen wachsen moderat ohne Einbrüche, was man von anderen Segmenten nicht behaupten kann. In Italien etwa hatten im vergangenen Jahr die Bücher für die 0- bis 5-Jährigen einen Anteil von 58,9% im Kinder- und Jugendbuchsegment (plus 2.670.000 verkaufte Exemplare gegenüber 2017, ein Plus von 25,5%), die Bücher für die 6- bis 9-Jährigen einen Anteil von 27,1% (minus 639.000 Exemplare, ein Minus von 9,6%) und die Bücher für die 10- bis 13-Jährigen einen Anteil von 13,5% (minus 649.000 Exemplare, ein Minus von 17,7% gegenüber 2017). Am meisten Sorge bereitet momentan das klassische Jugendbuch – im angelsächsischen Raum Core YA –, dessen Angebot von den Verlagen zum einen ausgedünnt worden ist und zum anderen offenbar über die bisherigen Vertriebskanäle nicht die Leser erreicht.