Namhafte Verlage angemeldet

Leipziger Buchmesse: Noch gilt Frühbucherrabatt

27. September 2022
von Börsenblatt

Vom 27. bis 30. April 2023 findet die Leipziger Buchmesse statt. Noch bis zum 30. September gilt der Frühbucherrabatt für die Ausstelleranmeldung. Gleichzeitig gibt die Leipziger Buchmesse erste Verlagsgruppen und Verlage bekannt, die sich für die Frühjahrsmesse angemeldet haben.

Messetermin für 2023: 27. bis 30. April

2023 soll die Leipziger Buchmesse endlich wieder stattfinden. Dafür wurde sie pandemiebedingt von März auf Ende April verschoben. Verlagsgruppen wie Penguin Random House, Holtzbrinck und Bonnier Media und Verlage wie Klett Cotta, Wagenbach, Aufbau und Schott haben sich bereits angemeldet.

Noch drei Tage gilt der Frühbucherrabatt – dabei sparen Aussteller:innen 10 Prozent. Alle Infos zur Ausstelleranmeldung gibt es auf der Website der Leipziger Buchmesse

Außerdem wird es auch in diesem Jahr im Rahmen von Neustart Kultur eine Förderung geben. Aktuell befinde man sich noch mit den letzten Abstimmungen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Detaillierte Informationen könnten zum jetzigen Zeitpunkt  noch nicht gegeben werden, teilt die Buchmesse mit. Es sei jedoch beabsichtigt, dass alle Aussteller profitieren. Die Details würden Anfang Oktober bekannt gegeben werden.

So freuen sich die Verlage auf die Leipziger Buchmesse

Constanze Neumann, Verlagsleiterin von Aufbau und Blumenbar

Constanze Neumann

„Ich brenne sehr für diese Messe, auch weil ich um ihre Tradition und Bedeutung weiß. Es gibt Dinge, bei denen wir in Pandemie-Zeiten gemerkt haben, dass sie durchaus verzichtbar sind – man muss nicht für einen Sechzig-Minuten-Termin von Berlin nach München reisen. Zwanghaftes Reisen, auch für kleinere Termine, ist wohl eher out. Wenn man sich bereits gut kennt, ist ein monatliches Jour Fixe über Zoom oder Teams sehr OK. Da muss keiner in den Zug steigen. Bei der Messe ist das nicht so – die wird gebraucht! Nicht zuletzt wegen der vielen ungeplanten Begegnungen.“

Joachim Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer Carlsen Verlag

"Der Hauptgrund, nach Leipzig zu fahren, sind unsere Leser:innen. Wir sind für 2023 bereits angemeldet – und werden in gewohnter Größe, vielleicht sogar noch etwas größer als bisher, in Leipzig auftreten. Die Änderung des Hallen-Layouts der Messe und die damit einhergehende räumliche Konzentrierung der Themen Manga und Kinder- und Jugendbuch ermöglicht es uns, unsere bisher drei Standorte auf einer Fläche in Halle 2 zu vereinen. Auf diese Weise haben wir einen großen, geschlossenen Auftritt, auf den wir uns sehr freuen. Ein sehr zielgruppengerechter Neuzuschnitt, der optimal mit unserem Verlagsportfolio zusammengeht."  

Alexander Lorbeer, Geschäftsführer Holtzbrinck Buchverlage

Alexander Lorbeer

„Wir freuen uns sehr auf die Leipziger Buchmesse 2023. Mit Begeisterung und aus tiefster Überzeugung werden unsere Verlage auf der Messe präsent sein und zum Gelingen dieser so wichtigen Veranstaltung beitragen. Die Nähe zu den Leser:innen macht die Leipziger Buchmesse zu etwas ganz Besonderem. Von ihr gehen wichtige und nachhallende Impulse für die deutsche Gegenwartsliteratur aus. Damit ist die Messe zu einer geschätzten Plattform des Austauschs und er Diskussion geworden. Wir freuen uns auf die Gespräche mit Leser:innen, Aussteller:innen – mit allen, die ein Herz für gute Bücher haben.“

Tom Kraushaar, Geschäftsführer Klett-Cotta

„Eine Messe ist mehr als eine Buchausstellung mit angeschlossenem Lesungsprogramm. Sie ist ein Branchentreffen, an dem im Idealfall alle teilnehmen: Autor:innen, Verlage aller Größen und Segmente, Buchhändler:innen, Literaturveranstalter:innen, Übersetzer:innen, Journalisten. Eine Messe ist ihrem Wesen nach groß und vielfältig. Wir werden im kommenden Jahr in normaler Größe auftreten – und hoffen, dass alle anderen auch mitziehen.“

Tom Kraushaar

Eleonore Meyer, Verlegerin des Merlin Verlags und Vorstandsvorsitzende der Kurt Wolff Stiftung

Katharina Eleonore Meyer, Merlin Verlag 

„Ich kann sehr gut verstehen, dass angesichts der angespannten Situation, mit der wir alle gerade konfrontiert sind, Veränderungen bei Standgrößen und Preisen zu Diskussionen unter den Kollegen führen. Für uns stand die Teilnahme nicht infrage; Leipzig bietet, wie schon beschrieben, den direkten Pfad zum Leser. Und dadurch, dass wir zwar ein urbanes Programm machen, aber nicht in einer Metropole sitzen, brauchen wir die Lebendigkeit und den Input einer Veranstaltung wie in Leipzig. Diese Messe lässt uns dann auch regelmäßig Energie tanken fürs Kommende. Das ist so, wie wenn man in eine gute Buchhandlung geht – man kommt mit etwas raus, was man nicht gesucht hat. Ich liebe diese Zufallsbegegnungen!“

Thomas Rathnow, CEO der Penguin Random House Verlagsgruppe

„Heute haben wir uns für die Leipziger Buchmesse 2023 angemeldet, für uns eines der zentralen Ereignisse des Bücherjahres. Ihr Charakter als Publikumsmesse und Lesefest macht die Leipziger Buchmesse einzigartig. Wir wünschen Oliver Zille und seinem Team gutes Gelingen bei der Vorbereitung und Organisation. Und uns allen das nötige Glück, damit sich im kommenden April wieder zahlreiche Autor:innen und Leser:innen sowie Büchermenschen aus den Verlagen und Medien in Leipzig begegnen und austauschen können.“

Thomas Rathnow, CEO Verlagsgruppe Penguin Random House

Leipzig ist in all den Jahren eher wichtiger geworden, als Autoren- und Lesemesse und durch die Themen, die hier verhandelt werden. Ich denke in erster Linie an den speziellen Blick Richtung Osten – wir sehen ja aktuell, was es bedeutet, die Länder Ostmitteleuropas nicht ausreichend auf dem Radar zu haben. Der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern ist deutlich intensiver als in Frankfurt. Und was mir persönlich sehr gut gefällt: Dass man einfach mehr Zeit für Gespräche hat.“

Markus Heitkamp, für den Vorstand Phantastik-Autor*innen-Netzwerk (PAN) e.V.

„Die Lesegewohnheiten, Produktionsbedingungen, aber auch andere, bisher vielleicht unterschätze Faktoren wie die Pandemie, führen zu einem steten Wandel des Buchmarkts. Vor diesem Hintergrund finden wir es wichtig, als Schreibende mit demselben Schwerpunkt auch eine gemeinsame Stimme zu haben, uns zu diesen Veränderungen zu äußern und gemeinsam mit Lesenden, Verlegenden und sonstigen Interessierten Strategien zu deren Bewältigung zu erarbeiten. Die Leipziger Buchmesse ist und war wie kaum eine andere Veranstaltung in der Lage, uns als Verein bei unserem Auftrag zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, im Jahr 2023 endlich wieder ein Bestandteil dieses Ereignisses sein zu können und sind dankbar für die Möglichkeit, gemeinsam mit der Messe, anderen Schreibenden, Verlagen, Branchenexpert:innen und Lesenden neue Impulse für die Zukunft des Literaturmarktes zu setzen.“
 

Arno Bicker, Marketing- und Vertriebsleiter der Schott Music Group

„Wir sind froh, dass es die Buchmesse in Leipzig gibt - und dass hier, im Vergleich zu anderen Buchmessen, das Thema Musik doch sehr groß geschrieben wird. Sowohl im Ausstellungsbereich Musik in Halle 4, wie auch im Rahmenprogramm. Hier ist vor allem der Musiklehrertag eine wichtige Konstante für uns. Wir sind froh über die breite Mischung des Publikums - von Schülergruppen bis zu Besuchern mit wissenschaftlichem Hintergrund.  Wir haben uns bereits angemeldet und freuen uns auf die Messe.“