Springer Nature meldet starke Geschäftsentwicklung

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

12. November 2025
Redaktion Börsenblatt

Springer Nature legt die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2025 vor. Demnach stieg der Umsatz für diesen Zeitraum auf 1.428,7 Millionen Euro, was einem organischen Wachstum von 5,9 Prozent entspricht. Haupttreiber sei das Wachstum im Segment Research, insbesondere durch die starke Entwicklung im Full Open Access-Geschäft.

Porträt Frank Vrancken Peeters lächelnd

Frank Vrancken Peeters, CEO von Springer Nature

Das bereinigte Betriebsergebnis stieg laut Springer Nature in den ersten neun Monaten auf 408,3 Millionen Euro und verzeichnete damit ein organisches Wachstum von 9,9 Prozent. Dieses Ergebnis spiegele einen vorteilhaften Produktmix, operative Skaleneffekte sowie den Erfolg der im gesamten Unternehmen umgesetzten Effizienzmaßnahmen wider.

Frank Vrancken Peeters, CEO von Springer Nature, sagte: "Unsere Neun-Monats-Ergebnisse zeigen eine weiterhin starke Entwicklung. Unser Segment Research übertrifft den Markt – getragen von unserem Fachzeitschriften-Kerngeschäft und unterstützt durch KI- und Technologieinnovationen. Diese Entwicklung stärkt unser Vertrauen, die Prognose für 2025 zu erreichen, und positioniert uns gut für das Jahr 2026."

70 Prozent der Buchumsätze sind digital

Dabei seien die Buchumsätze in den ersten neun Monaten sowohl im Bereich der digitalen als auch der gedruckten Formate gestiegen. Das Wachstum bei den gedruckten Büchern resultiere aus dem Vergleich mit einer schwächeren Entwicklung im Vorjahr sowie aus einem günstigen Bestellzeitpunkt der Händler im dritten Quartal 2025. Der digitale Anteil mache weiterhin rund 70 Prozent der Buchumsätze aus. Die Service-Umsätze profitierten von einem guten Wachstum bei Text- und Data-Mining-(TDM)-Lösungen für Unternehmenskunden, wurden jedoch durch ein anspruchsvolleres Marktumfeld im Bereich Talent Services in den USA teilweise ausgeglichen.

Das Unternehmen investiere weiterhin in eine Reihe von Initiativen, um das Wachstum zu unterstützen und die Integrität der Forschung sicherzustellen. Zudem lag der Fokus auf der Entwicklung von KI-Tools, die den Publikationsprozess transformieren, den wissenschaftlichen Gemeinschaften zusätzlichen Mehrwert bieten und neue Einnahmequellen erschließen sollen. Nature Research Assistant, ein KI-Tool, das darauf ausgelegt ist, einige der zeitaufwendigsten Schritte im Forschungsprozess zu beschleunigen, sei sehr positiv aufgenommen worden und werde inzwischen von mehr als 8,000 Beta-Nutzern eingesetzt.

Finanzlage und Ausblick

Der Free Cash Flow stieg laut Springer Nature um 102,7 Millionen Euro auf 174,5 Millionen Euro, was auf das verbesserte operative Ergebnis sowie niedrigere Zinszahlungen zurückzuführen sei. Das Unternehmen reduzierte in den ersten neun Monaten weiterhin seine finanzielle Verschuldung. Zum 30. September 2025 lag der Verschuldungsgrad bei 1,9x (Nettoverschuldung/bereinigtes EBITDA) und damit innerhalb der Zielspanne von 1,5x bis 2,0x.

Im Oktober veröffentlichte Fitch Ratings für die Springer Nature AG & Co KGaA ein langfristiges Emittentenausfallrating von BBB-, was einer Bonität im Investment-Grade-Bereich entspricht.

Das Unternehmen erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 1.930,0 Millionen Euro und 1.960,0 Millionen Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 540,0 Millionen Euro und 560,0 Millionen Euro. Dieser Ausblick basiere auf der organischen Geschäftsentwicklung, ohne Berücksichtigung von Wechselkurs- und Portfolioeffekten gegenüber dem Vorjahr.

Alexandra Dambeck, CFO von Springer Nature, erklärt: "Unser bestätigter Ausblick wird durch die anhaltende Stärke unseres Portfolios in den ersten neun Monaten sowie die erfolgreiche Umsetzung von Effizienzmaßnahmen im gesamten Unternehmen untermauert. Darüber hinaus machen wir weiterhin gute Fortschritte bei der Stärkung unserer Bilanz."

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