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Reprodukt finanziert sein Herbstprogramm durch Crowdfunding

12. April 2022
von Börsenblatt

Der Papiermangel macht Verlagen in allen Größen zu schaffen. Warum kleine Verlage und Reprodukt insbesondere noch stärker von der Papierkrise betroffen sind, erklärt der Verleger Dirk Rehm in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Die startnext-Kampagne des Reprodukt Verlags 

Das Herbstprogramm des Reprodukt Verlags steht auf der Kippe – zumindest so wie es in gewohnter Weise erscheint. Deshalb hat Verleger Dirk Rehm eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Innerhalb eines Tages kamen bereits über 20.000 Euro zusammen.

Grund dafür ist die Papierkrise. Rohstoffmangel und steigende Energiepreise wirken sich nicht nur auf Preise sondern auch auf die Auswahl an Papiersorten aus. Im Interview mit dem Tagesspiegel erklärt Dirk Rehm, warum Reprodukt im Gegensatz zu anderen Verlagen besonders betroffen ist. Das Papier jedes einzelnen Titels werde bei Reprodukt sorgfältig ausgewählt. Andere Comic-Verlage veröffentlichen hingegen in Reihenkonzepten und große Verlage können sich größere Papiervorräte anschaffen. „Ich denke, sie alle haben auch Probleme mit der Erhöhung der Papierpreise, aber aufgrund anderer Strukturen trifft es sie aktuell weniger stark als uns“, so Rehm.

Im Interview spricht er mit dem Tagesspiegel außerdem über Crowdfunding als Finanzierungsmodell, den Manga- und Comicmarkt und die Rolle des Buchhandels: Reprodukt-Verlag startet Crowdfunding-Kampagne: „Wir sind ans Ende der Kette gerutscht“