Nach Anfängen mit einem Belletristik-Programm für Erwachsene begann der Obelisk Verlag 1967 unter der Leitung von Helga Buchroithner mit der Veröffentlichung von Kinderliteratur sowie der Zusammenarbeit mit dem Buchklub der Jugend. Der Programm-Schwerpunkt lag von Anfang an auf der Förderung österreichischer Qualitätsautor:innen und auch Nachwuchskünstler:innen. Im Programm, das über viele Jahrzehnte von Inge Auböck als Lektorin betreut wurde, finden sich bis heute Klassiker von Käthe Recheis oder Renate Welsh, später kamen viele Erstlesebücher etwa von Saksia Hula und Kai Aline Hula dazu sowie die beliebte Krimireihe "Ein Fall für Jaromir" von Heinz Janisch oder die Qualle-Bücher von Lena Raubaum.
Ab 2007 prägte mehr und mehr Georg Buchroithner das Programm, sein besonderes Anliegen waren die Leseförderung und der leichte Zugang zu Literatur für alle Lesestufen. Jedes Kind sollte sagen können: "Hurra, ich habe ein ganzes Buch gelesen!" Ein wichtiger Baustein hierfür waren auch die Club-Taschenbücher des Buchklubs der Jugend. Mit viel Herzblut und Gespür machte sich Georg Buchroithner in der österreichischen Verlagslandschaft einen Namen, sodass die Marke Obelisk heute maßgeblich für Leseförderung und Literaturvermittlung für Kinder stehe, so die Tyrolia-Mitteilung weiter.
"Als ich 1967 den Obelisk Verlag als Kinderbuchverlag neu gründete, dachte ich nicht, dass er – neben meinem Mann und meinen Kindern – einer meiner drei großen Lieben werden würde", so Helga Buchroithner im Zuge der Übergabe. "Ich bin sehr stolz auf die vielen Auszeichnungen wie z. B. das Goldene Buch für den 'Kater Konstantin' von Walter Wippersberg, und dass wir immer ein Verlag mit Qualitätsanspruch waren und Kinderliteratur, nicht nur Kinderbücher verlegt haben. Meine Freude ist groß, dass der Name Obelisk erhalten bleibt und unsere Autor:innen bei Tyrolia ein neues Zuhause finden. Ich wünsche dem Tyrolia Verlag viel Freude damit, und dass ihm die Arbeit für Obelisk ebenso viel Spaß macht, wie sie es unserer Familie gemacht hat."