Der Ausgangspunkt der Klage ist kein theoretisches Szenario, sondern ein konkreter Test. Carina Mathern, Geschäftsleiterin für den Bereich Kinder- und Jugendliteratur bei Penguin Random House, schildert, dass der Verlag schon länger beobachtet habe, wie KI-Systeme mit eigenen Inhalten umgehen. Die Sorge über mögliche Urheberrechtsverletzungen sei da gewesen, der Nachweis jedoch schwierig. Dann habe ein einfacher Prompt gereicht, um einen Fall zu erzeugen, der für den Verlag ganz klar eine juristische Grenze überschritt.
"Und damit war für uns total klar, wir haben jetzt den richtigen Fall sozusagen vor dem richtigen Rechtsrahmen und wir müssen das jetzt im Sinne der Urheber versuchen, anhand dessen einmal klären zu lassen", sagt Mathern. Dass die KI nicht nur ein Manuskript anbot, sondern sich dabei ausdrücklich auf Wiedererkennbarkeit berief und sogar ein Cover mit klar erkennbaren Figuren entwarf, macht die Wucht des Falls deutlich.