Ich erinnere mich an die Euphorie meiner ersten Ausbildungstage, meine Kolleg:innen schwärmten davon, wie schön es sei, dass die junge Generation endlich zum Buch gefunden habe. Man war auch erstaunt darüber, wie gut sich plötzlich die Backlist im Jugendbuch drehte und dass der Trend zum Drittbuch ging. Verantwortlich dafür war und ist der größte Literatursalon unserer Zeit: die sozialen Netzwerke. Blogger:innen geben dort Buchtipps, Hypes entstehen, besondere Ausgaben stützen den Kaufanreiz. Mittendrin schwamm meine Buchhandlung, fernab vom Geschehen mit dem Anspruch, einem höheren Anspruch zu dienen.