Als Sarah Bohatschek und Monika Weithofer sich 2024 auf der “Buch Wien“ darüber unterhalten, auf welche Bälle sie in der kommenden Saison gehen werden, fällt ihnen etwas auf: In der breitgefächerten Wiener Balllandschaft, die vom Niederösterreichischen Bauernbundball bis zum Regenbogenball einiges an extravaganten Abendveranstaltungen zu bieten hat, gibt es eine Lücke – und zwar eine, die sie zu schließen gedenken. Jetzt, gut eineinhalb Jahre später, eröffnen die beiden Frauen den ersten Wiener Ball der Bücher. In Gegenwart von Kolleg:innen der Buchbranche und vielen weiteren “Leslingen“, wie die Mitbegründerin des Goldegg Verlags, Verena Minoggio-Weixlbaumer, die Buchliebhaber:innen in ihrer Eröffnungsrede liebevoll nennt. "Im Worst Case hätten wir alle Leute eingeladen, die wir kennen, und eine Gartenparty ausgerichtet", erzählen die beiden Veranstalterinnen unter ungläubigem Gelächter des Publikums. Und tatsächlich: Im Landtagssaal des Palais Niederösterreich, unter dem größten zusammenhängenden Deckenfresko Österreichs, scheint es kaum vorstellbar, dass Klappstühle und Plastikbecher jemals eine Option gewesen sein sollten.