Seit 2018 wurde das Bauprojekt von der Deutschen Nationalbibliothek in enger Abstimmung mit der/dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen geplant. Nach einem europaweiten Architekturwettbewerb erhielt Anfang 2025 das Dresdner Architekturbüro CODE UNIQUE Architekten den Zuschlag. Im August 2025 lag ein abgestimmtes Planungskonzept vor.
Die Bestände würden kontinuierlich wachsen, schreibt die DNB in ihrer oben erwähnten Pressemitteilung: Täglich würden rund 13.100 neue Medienwerke in der Deutschen Nationalbibliothek eingehen, darunter etwa 3.300 analoge und 9.800 digitale Publikationen. Wie angesichts der nahezu ausgeschöpften Magazinflächen in Leipzig künftig mit den Beständen verfahren werden könne, werde derzeit geprüft. Fest stehe jedoch, dass auch alternative Lösungen zusätzliche Kosten verursachen werden – zusätzlich zu den rund sieben Millionen Euro, die bereits in die Planung des Bauprojekts investiert wurden.
Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt alle Publikationen in Schrift, Bild und Ton, die seit 1913 in Deutschland, in deutscher Sprache, als Übersetzung aus der deutschen Sprache oder über Deutschland veröffentlicht wurden. Grundlagen dafür sind das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) und die Pflichtablieferungsverordnung (PflAV). So müssen etwa Medienwerke auf einem körperlichen Träger, die in Deutschland veröffentlicht werden, in zwei Exemplaren an die Deutsche Nationalbibliothek gesendet werden (von Verlagen, herausgebende Stellen oder Selbstverlegern): unaufgefordert und unentgeltlich. Alles weitere zum Sammelauftrag der DNB findet sich: hier.
#weimerrücktritt