Bundeswettbewerb für junge Lyrik

Zwölf Jahressieger gekürt

Die zwölf Jahrespreisträger*innen von Lyrix − Bundeswettbewerb für junge Lyrik 2019 stehen fest und werden im Juni in Berlin geehrt. Ausgerichtet wird der Wettbewerb vom Verein lyrix.

Zum elften Mal hat die lyrix-Jury Jahresgewinner*innen ausgewählt, die im Rahmen des poesiefestival berlin ausgezeichnet werden, teilt der Verein lyrix mit.

Ausgezeichnet werden 2019:

  • Nina Baum (*2000, aus Becherbach) für "ein bisschen wie unter Wasser"
  • Ruta Dreyer (*2002, aus Hannover) für "erblinden"
  • Selin Eslek (*2003) für "weißt du, dass ich Geige spielen kann?"
  • Helena Finn (*1998, aus Kiel) für "Konfetti"
  • Lukas Friedland (*1999, aus Hildesheim) für "ein abc des andersseins oder was ihr nicht sagen solltet"
  • Daniel Kalak (*1999, aus Heidelberg) für "gnielka gnielka"
  • Anna Sophia Merwald (*1998, aus Eichstätt) für "hei hei! mat"
  • Cosima Paul (*2001, aus Lindau) für "HALT! GRENZE! ein lustiges flüchtlingsgedicht in elf strophen"
  • Tom Pohlmann (*1999, aus Stuttgart) für "Kreuzfeuer (kaffeevollautomatik)"
  • Kerstin Uebele (*1997, aus Hannover) für "rituale"
  • Anne Magdalena Wejwer (*1997, aus Trossingen) für "das zwischen den seiten"
  • Selin Yazici (*2000, aus Hamburg) für "Schatten die uns begleiten"

"Fridays for poetry, poetry for future? Die engagierte Haltung vieler Jugendlicher heute zeigt sich auch in ihren Gedichten, und dabei ist der kritische Blick in die Gegenwart auch mit Geschichtsbewusstsein aufgeladen. Wie aber schafft es Daniel Kalaks Gedicht 'gnielka gnielka', mich für die Biographie eines Menschen zu interessieren, dessen Namen ich vorher nicht kannte? Allein durch den Rhythmus, das Pulsen der Jamben, eine Seltenheit heute, weckt sein Gedicht meine Aufmerksamkeit", so Norbert Hummelt, Lyriker und Mitglied der lyrix-Jahresjury 2019.

Zur Jahresjury gehören Malte Blümke (Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V.), Thorsten Dönges (Literarisches Colloquium Berlin), Matthias Gierth (Deutschlandfunk), Norbert Hummelt (Lyriker und Übersetzer), Anja Schaluschke (Museum für Kommunikation Berlin) und Daniela Seel (Autorin und Verlegerin).

Preisverleihung in Berlin

Rund um die Preisverleihung werden die zwölf Jahresgewinner*innen zu einer fünftägigen Reise nach Berlin eingeladen. Hier können sie sich gegenseitig kennenlernen und an einem literarischen Rahmenprogramm teilnehmen: Vom professionellen Sprechtraining über eine ganztägige Schreibwerkstatt mit den Lyrikern Anja Kampmann und Norbert Hummelt in der Brotfabrik bis hin zu Lesungen rund um das poesiefestival berlin.

Zu den Höhepunkten der Reise gehören die öffentliche Preisverleihung am 20. Juni in der Akademie der Künste (Beginn 14 Uhr im Hanseatenweg 10, 10557 Berlin) und die Lesung in Zusammenarbeit mit der Berliner Lesereihe Kabeljau & Dorsch am 22. Juni (Beginn 19:30 Uhr, Alter Roter Löwe Rein, Richardstr. 31, 12043 Berlin).

Hintergrund

lyrix ist ein Online-Wettbewerb, in dessen Mittelpunkt die Begegnung von junger Lyrik und ihren Verfasser*innen steht. Der Bundeswettbewerb für junge Lyrik wurde 2008 von Deutschlandfunk und dem Deutschen Philologenverband initiiert, seit 2015 ist der gemeinnützige Verein lyrix e.V. der Ausrichter des Wettbewerbs. Der Wettbewerb wird monatlich zu einem wechselnden Thema ausgeschrieben, teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis einschließlich 20 Jahren. Aus allen Einsendungen wählt eine Jury jeden Monat sechs Gewinner*innen aus. Aus den 72 Monatsgewinner*innen werden zwölf Jahresgewinner*innen gekürt und zu einer Reise nach Berlin eingeladen.

lyrix fördert nicht nur Nachwuchslyriker*innen, sondern macht zeitgenössische Lyrik unter Jugendlichen bekannt und vermittelt ihnen Poesie als mögliche eigene Ausdrucksform – mit Veranstaltungen, Lesungen und Schreibwerkstätten. Junge Lyrik sowie aktuelle Beiträge zu Veranstaltungen und Projekten werden in der lyrix-Anthologie herausgegeben, die jährlich zur Frankfurter Buchmesse erscheint.

Mehr Informationen finden sich hier: https://www.bundeswettbewerb-lyrix.de/

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