Heinrich-Böll-Preis 2019

Juli Zeh ist die Preisträgerin

Die Schriftstellerin Juli Zeh („Unterleuten“, „Neujahr“) wird mit dem Heinrich-Böll-Preis 2019 der Stadt Köln ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert.

Juli Zeh

Juli Zeh © Peter von Felbert

Die Jury unter dem Vorsitz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte sich bereits am 31. Mai für die gebürtige Bonnerin Juli Zeh (44) entschieden. Die Begründung lautet:

„Juli Zeh gehört zu den Schriftstellerinnen, die einen der ersten Plätze in der deutschen Gegenwartsliteratur für sich in Anspruch nehmen dürfen. Wohl keine deutschsprachige Autorin hat in der vergangenen Zeit so viel von sich reden gemacht wie Juli Zeh. Sie bewegt sich in ihren Schriften im Grenzbereich von Literatur und Politik, im Grenzbereich von Dichtung und Wahrheit, Dichtung und Realität. Die nie dominierende Politik durchdringt die Prosa selbst dort, wo kein politisches Wort fällt. Keines ihrer Bücher kennt den pädagogisierenden Zeigefinger. Ihre Veröffentlichungen sind voller Botschaften wie dem Antagonismus von Chaos und Ordnung, der Frage nach einer neuen Moral angesichts bedeutungslos gewordener Werte und einer starken Tendenz einer überzogenen Individualisierung in der säkularisierten Gesellschaft – zu Lasten des Gemeinwohls.“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker informierte laut einer Pressemitteilung der Stadt Köln die Autorin telefonisch über die Entscheidung der Jury. Die Schriftstellerin zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung. Den mit 30.000 Euro dotierten Preis wird sie am 8. November im Historischen Rathaus der Stadt Köln entgegennehmen.  

Der Jury gehörten neben Henriette Reker als Vorsitzende Vertreter aus Rat und Verwaltung an und als Fachjuroren Christof HamannGuy Helminger, Eva Menasse, Andreas Platthaus und Ilija Trojanow.

 

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