USA

Gutes Jahr für US-Verlage

12. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Die US-amerikanischen Verlage konnten im Jahr 2006 ihren Umsatz um 3,2 Prozent auf knapp 35,7 Milliarden US-Dollar steigern.
Dabei wurden mehr als 3,1 Milliarden Exemplare abgesetzt, ein Plus von 0,5 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Erhebung der Book Industry Study Group (BISG). Der Umsatzanstieg ist damit vor allem auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Den stärksten Anstieg verzeichnete die Sachgruppe Religion mit einem Umsatzanstieg von 5,4 Prozent, Belletristik und Sachbuch verzeichneten ein Plus von 3,3 Prozent bei einem Umsatz von knapp 14,5 Milliarden US-Dollar. Taschenbücher legten hier mit 6,1 Prozent besonders deutlich zu, während Hardcover mit einem Plus von 2,4 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt blieben – ein klarer Hinweis auf die Politik der Preiserhöhungen. Kinderbücher schnitten ebenfalls unterdurchschnittlich ab, wobei hier für das laufende Jahr durch die Veröffentlichung des letzten Harry-Potter-Bands ein Umsatzsprung von neun Prozent auf dann 1,8 Milliarden US-Dollar erwartet wird. Insgesamt ist BISG für das laufende Jahr optimistisch und rechnet mit einer Umsatzsteigerung um 3,9 Prozent auf mehr als 37 Milliarden US-Dollar. Auch für die Zukunft wird mit Zuwachsraten von drei Prozent jährlich gerechnet. Die Book Industry Study Group ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Branchenteilnehmern, dessen Datenerhebung als Richtlinie für die Beurteilung der amerikanischen Buchwirtschaft gilt.