"Wir können (und wollen) nicht nachvollziehen, wer hier an welcher Schraube von Konditionen und Rabatten dreht und drehen will, schreibt Geschäftsführerin Regine Lemke. Größere Buchhandlungen mit zwei Lieferanten hätten in dieser Situation einen klaren Vorteil, die kleinen und mittleren Buchhandlungen bleiben beim Muskelspiel der Großen (KNV contra Cornelsen) auf der Strecke.
Lemke fordert die Unternehmen auf, sich um eine "schnelle Lösung zu bemühen, damit im Schulbuchgeschäft 2007/2008 die Versorgung mit Schulbüchern und Arbeitsmaterialien sichergestellt werden kann".
Hintergrund des Briefs ist die Auslistung eines Großteils der Schulbücher und Arbeitshefte der Verlage Cornelsen und Volk und Wissen. Alle Titel unter einem Verkaufspreis von 18 Euro seien von KNV mit der Begründung der Unwirtschaftlichkeit ausgelistet worden, sagte Cornelsen-Sprecherin Christine Jessen auf Anfrage. "KNV wollte höhere Rabatte erzwingen, wir sind auf diese Forderung jedoch nicht eingegangen.
Seit Jahren stehe man mit Cornelsen in Verhandlungen über höhere Rabatte, sagt Rudolf Sommer von KNV. "Die ungenügende Qualität der Auslieferung zusammen mit der für uns ungenügenden Ergebnissituation hat nun zur Auslistung geführt", erklärt er auf Anfrage. Über die Anzahl der ausgelisteten Titel wollte Sommer keine Angaben machen.