Die mit Spannung erwartete BAG-Mitgliederversammlung im Rahmen der Berliner Buchhändlertage hat sich heute für eins von drei Zukunftsmodellen für die BAG entschieden. Eine Mehrheit von 144 Mitgliedern votierte für eine abgewandelte Version des so genannten "Kölner Modells. Sie zielt darauf, mehr Mitbestimmung der Mitglieder zu erreichen. In dem erweiterten Antrag zum Kölner Modell, das von BAG-Vorstandsmitglied Volker Neumann formuliert worden war, heißt es:
"Der Vorstand wird ermächtigt, einen Vertrag auf Basis des Kölner Modells zu unterzeichnen. Gleichzeitig wird er beauftragt, in Nachverhandlungen mit der MVB und dem Börsenverein das Beteiligungsverhältnis des BAG Vereins an der BAG GmbH über 25 Prozent hinaus zu verbessern."
Dem unveränderten Kölner Modell, das die BAG zu einem eigenständigen Unternehmen der BBG-Holding macht, an dem der BAG-Verein 25 Prozent hält, fielen lediglich 90 Stimmen zu.
Der Vorschlag, die BAG in eine genossenschaftliche Direktbank umzuwandeln, wurde kurz vor der Abstimmung zurückgezogen, das zur Abstimmung stehende Genussschein-Modell wurde vom Plenum mit großer Mehrheit abgelehnt.
Bei der BAG-Mitgliederversammlung, die um 12.30 Uhr endete und von der boersenblatt.net live berichtete, wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Wie bereits gemeldet wurden die Sortimenter Andreas Meier und Peter Peterknecht, der Verleger Volker Neumann und der Zwischenbuchhändler Helmut Richter gewählt allesamt mit großer Mehrheit. Zum Vorsitzenden des Gremiums wurde Volker Neumann ernannt, sein Stellvertreter ist Andreas Meier.
Neumann wurde auch zum Vorsitzenden des BAG-Aufsichtsrat gewählt. Diesem gehören alle vier Vorstandsmitglieder sowie Michael Petry und Karl Udo Wrede an. Wrede wurde zu Neumanns Stellvertreter ernannt.
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Krise der BAG