avj möchte eigenen Kinderbuchpreis

14. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) hat auf ihrer Jahreshauptversammlung in Berlin die Weichen für einen neuen Kinderbuchpreis gestelt.
Nach den Vorschlägen einer Arbeitsgruppe und breit angelegter Diskussion der Jugendbuchverleger stimmten die avj-Mitglieder folgendem Modell zu: Der neue Preis soll deutschsprachige Originalausgaben in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch und Jugendbuch berücksichtigen. Gegen eine Gebühr kann jeder Verlag zwei Titel einreichen, aus denen eine Vorjury (sieben Personen aus Medien, Buchhandel und Bibliotheken) eine Auswahlliste mit fünf Titel in jeder Kategorie erstellen soll. Die Titel sollten bis zur Leipziger Buchmesse oder einer Buchwoche im Mai stark promoted werden, bis dann die drei Siegertitel gekürt werden. Unter Einbeziehung der Zielgruppe Kinder und Jugendliche werden die Lieblingsbücher dann per Internetabstimmung ermittelt. Ein in verschiedenen Punkten abweichendes Modell des Börsenvereins, mit dem Gespräche stattgefunden hatten, fand bei den avj-Mitgliedern keine Mehrheit. Unterschiedlichste Anregungen der Verleger sollen nun mit berücksichtigt werden, unter anderem, ob der Preis nicht auch im Mai während einer neuen Buchwoche verliehen werden könnte. In einer Diskussion mit Random House-Geschäftsführer Joerg Pfuhl kam der Wunsch auf, den Welttag des Buchs auf eine Woche voller bundesweiter Aktionen zu erweitern und, ähnlich wie in Großbritannien und den Niederlanden, zu einem günstigeren Termin im Mai zu etablieren. Einzelheiten dazu lesen Sie im nächsten BÖRSENBLATT.