Die Berliner Buchwochen würden zu ältesten und erfolgreichsten literarischen Veranstaltungsreihen im wiedervereinigten Deutschland zählen, machte Vorsteher Gottfried Honnefelder heute bei der Hauptversammlung des Börsenvereins deutlich, die seit drei Jahren immer in Berlin stattfindet - "nicht zuletzt deswegen, weil sich Berlin als Hauptstadt, vor allem aber als Kultur-, Verlags-, Buchhandels- und Medienzentrum hervorragend anbietet", so Honnefelder.
Vor diesem Hintergrund nimmt der Börsenverein die Entscheidung der Berliner Kulturverwaltung mit großem Befremden zur Kenntnis und erwartet, dass vor der Verabschiedung des nächsten Doppelhaushaltes konstruktive Gespräche über die zukünftige finanzielle Förderung der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen mit unserem Landesverband geführt werden", heißt es weiter in der Erklärung des Vorstehers: "Ich sage das hier mit großer Deutlichkeit: Unsere Buchhändlertage könnten ab 2008 auch an einem anderen Ort durchgeführt werden.«
Die Mitgliederversammlung des Börsenvereins hat diese Stellungnahme bei ihrer heutigen Sitzung einstimmig begrüßt. Am Donnerstag hatte der Staatssekretärs für Kulturelle Angelegenheiten, André Schmitz, dem Berliner Landesverband in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Kulturverwaltung ihre Fördermittel für die Berlin-Brandenburgischen Buchwochen ab 2008 streichen wird.