Buchhändlertage

Hauptversammlung diskutiert Sperrminorität des BAG-Vereins

15. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Im Fokus der 180. Hauptversammlung des Börsenvereins stand die Zukunft der BAG: Der Vorstand des Börsenvereins sprach sich heute vormittag dezidiert gegen eine Sperrminorität des BAG-Vereins aus.
Wie in boersenblatt.net berichtet, will der neue BAG-Vorstand mit dem Börsenverein weitere Verhandlungen auf der Basis des Kölner Modells führen – mit dem Ziel, den Anteil des BAG-Vereins von 25 Prozent auf 25,1 Prozent aufzustocken, um dem Verein ein größeres Mitspracherecht zu sichern. "Es geht genau um dieses x, das die 25 Prozent übersteigt", sagte der Sortimenter Rudolph Braun-Elwert. Sollte es bei einem 25 Prozent-Anteil bleiben, müsse auch über die Auflösung des BAG-Vereins verhandelt werden. Börsenvereins-Finanzvorstand Jürgen Horbach stellte dagegen klar: "Wir glauben, dass die Sanierung der BAG aus einer Hand kommen muss." Åuch sein Vorstandskollege Karl-Peter Winters machte deutlich, dass mit dem Kölner Modell die Grenze des Entgegenkommens erreicht sei. Das Tauziehen um eine Sperrminorität des BAG-Vereins spiegelt für den Rostocker Sortimenter Manfred Keiper auch "eine Vertrauenskrise im Verband" wider. Verständnis für das Vorgehen des Börsenvereins äußerte dagegen Zwischenbuchhändler Oliver Voerster: "Wenn man eine Rettungsaktion plant, will man auch schnell die notwendigen Veränderungen selbst herbeiführen". Ebenfalls auf der Tagesordnung: Die Beitragsstrukturreform, die trotz kontroverser Diskussion angenommen wurde. In einem Statement unter dem Punkt Verschiedenes beklagte sich Thalia-Chef Michael Busch über die Usancen im Zusammenhang mit der Preisbindung in der Schweiz: Bei einigen Mitbewerbern herrsche eine große Scheinheiligkeit. Und hier finden Sie alle Nachrichten zu den Buchhändlertagen und zur Krise der BAG: