Großbritannien

Preiskampf um Harry Potter

20. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Großbritanniens Buchhandlungen können mit dem neuen Harry Potter nichts verdienen. Kleine und große Sortimente rechnen allenfalls mit Kostendeckung, wenn nicht gar mit einem Verlustgeschäft, berichtet der "Bookseller" heute unter Berufung auf den "Daily Telegraph".
"Harry Potter and the Deathly Hallows" dürfte in Supermarktketten und im Onlinehandel für acht bis neun Pfund (13 Euro) verkauft werden - bei einer Preisempfehlung des Verlags von 17,99 Pfund. Die unabhängigen Buchhandlungen würden deshalb nur wenige Exemplare für treue Kunden einkaufen, so der "Bookseller". Ein Viertel des unabhängigen Buchhandels will - wie im BÖRSENBLATT bereits berichtet - ganz auf HP 7 verzichten. Harry Potter dient als Lockvogel, auch die Großen verdienen an der neuesten Episode um den Zauberlehrling wohl kaum. Harry Potter sei zu einem reinem Marketinginstrument geworden, sagte Sydney Davies vom britischen Branchenverband Bookseller Association dem "Telegraph". HP 7 erscheint auf Englisch am 21. Juli, die deutsche Übersetzung kommt am 27. Oktober in den Handel.