Statement zur Kampagne gegen Rushdie

21. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Zu der derzeitigen islamistischen Kampagne gegen Salman Rushdie erreicht uns jetzt ein Statement, das bis heute morgen von mehreren Schriftstellern unterzeichnet worden ist.
"Das ist so seit 1989, und das bleibt so: Wenn Salman Rushdie gedroht wird, wird jedem Schriftsteller gedroht. Wenn Rushdie mundtot gemacht werden soll, geht das jeden Schriftsteller an, der die Menschenrechte und Literatur verteidigt und für den die Freiheit der Kunst ein nicht verhandelbares Gut ist. Wir müssen nicht gut finden, was ein anderer sagt, schreibt, denkt – aber um unserer eigenen Freiheit willen müssen wir es ertragen. Und gerade als Schriftsteller müssen wir denen zur Seite stehen, denen das Wort verboten werden soll, gleich welcher Literatur, welcher Kultur sie angehören. Deshalb verurteilen wir die Drohungen, die anläßlich der Verleihung der britischen Ritterwürde an Rushdie von offiziellen und nichtoffiziellen Stellen im Iran und in Pakistan gegen ihn laut geworden sind. Navid Kermani Michael Kleeberg Unterzeichner: Marica Bodrozic Martin R. Dean Ulrike Draesner Gerd Haffmans Joachim Helfer Guy Helminger Bernd Imgrund Björn Kuhligk Moritz Rinke Ingo Schulze Ruth Schweikert Tilman Spengler Cécile Wajsbrot