Anwältin der deutschen Literatur" - die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt über Sezer Duru:
Besonders am Herzen liegt Sezer Duru das Werk Thomas Bernhards. Die Übersetzung von "Beton" ist gerade fertig geworden, Durus Ziel ist es, sämtliche Prosawerke Bernhards ins Türkische zu übertragen. Übersetzt hat sie jedoch auch Bertolt Brecht, Max Frisch oder Siegfried Lenz. Auch Hans Magnus Enzensberger hat sie sich gewidmet, essen "Verhör in Habana" sie in den Jahren der Militärdiktatur übertrug. Später erfuhr sie, dass ihre Übersetzung bei einigen vom Staat gefangengesetzten jungen Regimegegnern sehr beliebt war. "Dass ich diesen Leuten Mut gegeben habe, ist eine Bestätigung für mich."
In den Bremer Nachrichten heißt es zur Solidaritätsaktion deutscher Schriftsteller und Verleger mit Salman Rushdie:
"Wenn Salman Rushdie gedroht wird, wird jedem Schriftsteller gedroht", heißt es in einem gestern in Berlin von den Autoren Michael Kleeberg und Navid Kermani veröffentlichten Schreiben. ... Wenn Rushdie mundtot gemacht werden soll, geht das jeden Schriftsteller an, der die Menschenrechte und Literatur verteidigt und für den die Freiheit der Kunst ein nicht verhandelbares Gut ist. "Wir müssen nicht gut finden, was ein anderer sagt, schreibt, denkt, aber um unserer eigenen Freiheit willen müssen wir es ertragen. Und gerade als Schriftsteller müssen wir denen zur Seite stehen, denen das Wort erboten werden soll, gleich welcher Literatur, welcher Kultur sie angehören.
"Die Alphatiere des Journalismus" - die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt über das Buch "Die Alpha-Journalisten" aus dem Kölner Herbert-von-Halem-Verlag:
Drei Journalisten zehren in Deutschland vom Nimbus, so etwas wie die Alphatiere der Alphatiere zu sein - wobei in der Branche aufmerksam bbeobachtet wird, wie sie sich wechselseitig die Bälle zuspielen: Stefan Aust, Chefredaktor des "Spiegels", sein gewiss noch mächtigerer Kollege Kai Diekmann der "Bild"-Zeitung und Frank Schirrmacher, der fürs Feuilleton zuständige Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). Stefan Aust wird von Michael Hanfeld, dem Leiter des Medienressorts der "FAZ", überaus wohlwollend als recherchierender "Schatzsucher" porträtiert, "geradeheraus, sachlich, direkt" und "extrem realistisch". Von seinem "grossen taktischen Gespür" und seiner beneidenswerten Gabe, "keine entscheidenden Fehler" zu machen, ist die Rede. Wie pragmatisch Aust agiere, verdeutliche nicht zuletzt sein Lieblingsspruch: "I cross the bridge, when I reach it." Viel schonungsloser springt der Deutschland-Korrespondent der Londoner "Times", Roger Boyes, mit Kai Diekmann um, wobei naturgemäss ein "Bild"-Chefredaktor - dem obendrein
nachgesagt wird, dass er mimosenhaft empfindlich sei - mehr Angriffsfläche bietet als andere. Boyes lässt Diekmann als "Gott auf dem Gänsemarkt" umherstolzieren, wo der Chefredaktor im zehntenStock (vorerst noch, bis zum geplanten Umzug nach Berlin) residiert.