Schulbuchgeschäft

Mehr Privatkauf von Schulbüchern

2. Juli 2007
Redaktion Börsenblatt
Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit will der Verband VdS Bildungsmedien den privaten Kauf von Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien weiter fördern. Dies beschloss die 52. Mitgliederversammlung des Branchenverbands am 28. und 29. Juni.
"Die öffentlichen Hände bringen derzeit gerade mal 20 Euro pro Schüler und Schuljahr für den Neukauf von Schulbüchern auf", so der VdS Vorsitzende Wilmar Diepgrond (Bildungsverlag EINS) in der Pressemitteilung des VdS. Außerdem appellierte die Versammlung an den Gesetzgeber, im Juli eine "starke" Urheberrechtsnovelle auf den Weg zu bringen, die die Rechte der Autoren und Verlage nachhaltig schützt. Durch das massenhafte Kopieren aus Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien werde die Branche drastisch getroffen. Die Bildungspolitik wurde zudem aufgerufen, ihre Reformprozesse künftig so zu gestalten, dass sich weder Schüler, Lehrer, Eltern noch Verlage überrumpelt fühlen: "Die Reformen müssen inhaltlich gut vorbereitet werden und ausreichend Zeit für eine erfolgreiche Umsetzung erhalten", so Diepgrond. Bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums sei zum Teil mit heißer Nadel gestrickt worden. Die 45 vertretenen Mitgliedsfirmen bestätigten bei den turnusgemäßen Wahlen Michaela Hueber (Hueber Verlag, Ismaning), Andreas Klinkhardt (Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn) und Karl Slipek (Ernst Klett Verlag, Stuttgart) in ihren Vorstandsämtern. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Wolf-Rüdiger Feldmann (Cornelsen Verlag, Berlin), als Schatzmeister fungiert für ein weiteres Jahr Hans-Dieter Möller (Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann, Schroedel, Diesterweg, Schöningh, Winklers GmbH, Braunschweig).