Veranstaltungen

Wandel als Chance

16. Juli 2007
Redaktion Börsenblatt
Endlich Muße zum Feiern: Die LKG begeht ihren 60. Geburtstag.
Im Juli 2006, fast auf den Tag genau 60 Jahre nach ihrer Gründung und nach allen nur denkbaren Höhen und Tiefen in ihrer Entwicklung, wurde die Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft (LKG) vom Großversender Amazon mit der „Goldenen Palette“ ausgezeichnet – fürs Geburtstagfeiern war vor zwölf Monaten schlicht keine Zeit. Nun wurde das runde LKG-Jubiläum im Leipziger Haus des Buches nachgefeiert – mit 300 Gästen, einer Festschrift unter dem beziehungsreichen Titel „Wandel als Chance“ und einer heiter-nachdenklichen Festrede: Um die Historie des vormaligen Buchhandels-Kolosses, die locker „zwei deutsche Geschichtsbücher füllen“ könne, in 30 Minuten beschreibbar zu machen, zauberte Elmar Faber kurzerhand eine fiktive Gestalt aus dem Ärmel - die Faber & Faber-„Zugehfrau“ als Herausgeberin der Notate ihres geplagten Chefs. Zwölf Jubiläumsreden-Notizzettel, kommentiert von der historisch beschlagenen Putzfrau – ein fürs Publikum höchst unterhaltsamer Kniff, die LKG-Geschichte abrollen zu lassen: Von der Gründung 1946 – sieben Mitarbeiter, 43 Quadratmeter Büro- und Stellfläche, sieben Kommittenden – bis zur gegenwärtigen LKG, die in Espenhain bei Leipzig 200 Mitarbeiter beschäftigt und rund 200 Millionen Euro pro Jahr umsetzt. LKG-Chef Jürgen Petry freute sich übers Fazit der druckreif formulierenden Raumpflegerin: „Ich begriff plötzlich, dass Sie nicht nur der große Umschlagplatz für bedrucktes Papier sind, sondern eine wichtige Metapher im geistigen Stoffwechsel der Zeit.“