Druckindustrie nur verhalten zuversichtlich

18. Juli 2007
Redaktion Börsenblatt
Obwohl die Druckindustrie einen schwierigen Start in das Jahr 2007 hatte, blickt der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) mit verhaltener Zuversicht in die nahe Zukunft.
Vor allem die steigende Ausbildungsbereitschaft und die höhere Investitionsneigung seien ein Indiz für die positiven Erwartungen der Unternehmen. Nach wie vor stehe die Branche aber unter einem hohen Kostendruck, der die Ertragslage der Unternehmen belaste. Deshalb müssten die Druckereien die steigenden Preise für Papier an ihre Kunden weitergeben. 2006 stieg der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten auf 17,4 Milliarden Euro, das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. In den ersten vier Monaten 2007 musste die Druckindustrie insgesamt zwar ein Umsatzminus von 0,6 Prozent hinnehmen, der Geschäftsklimaindex weist jedoch auf eine positive Tendenz im laufenden Jahr hin. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe stieg 2006 leicht auf 83,9 Prozent und ist damit noch immer weit von einem befriedigenden Niveau entfernt, das in der Branche bei 86 Prozent liegt. Nachdem der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 noch unter dem Vorjahresniveau lag, rechnet der bvdm damit, dass sich die steigende Binnennachfrage in der zweiten Jahreshälfte positiv auf die Druckkonjunktur auswirken wird. Im Durchschnitt des Jahres erwartet der Verband ein leichtes Umsatzwachstum von 1 bis 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2008 wird mit einer Fortsetzung der moderaten Aufwärtstendenz gerechnet. DOI: 10.1391/BBL-Online.20070718-druckindustrie