Goldschmidt wird die Auszeichnung im Rahmen eines Autorenporträts zur Eröffnung des 27. Erlanger Poetenfests am 23. August im Erlanger Markgrafentheater persönlich entgegennehmen.
Aus der Begründung der Jury:
Der deutsch-französische Autor und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt erhält den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung für sein übersetzerisches Gesamtwerk und seine theoretischen Arbeiten über Freud und die deutsche Sprache. Goldschmidt geht der Sprache auf den Grund. Anschaulich beschreibt er die Zwischenräume, in denen eine Sprache sich dem Zugriff der anderen verweigert. Die Übersetzung wird für Goldschmidt zum Mittel gegen Macht und Gewalt. Goldschmidt lebt in zwei Sprachen. Indem er die Übergänge hörbar macht, bekräftigt er die Unmittelbarkeit des Erlebten, die zwischen den Sprachen liegt und doch nur im Medium der Sprache wirklich ist.