Fachinformation

Wolters Kluwer macht Kasse

1. August 2007
Redaktion Börsenblatt
Mit einem Gewinnsprung von 21 Prozent im ersten Halbjahr 2007 trägt die Strategie des Fachinformationsriesens Wolters Kluwer, sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren, erste Früchte.
Dem moderaten Umsatzwachstum auf 1,68 Milliarden Euro (2006: 1,64 Milliarden Euro) steht ein kräftiger Anstieg beim Ebita, dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, auf 304 Millionen Euro (2006: 251 Millionen Euro) gegenüber. Dies teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch in Amsterdam mit. Besonders kräftig legten in den ersten sechs Monaten die Bereiche Coporate & Financial Services und Legal, Tax & Regulatory Europe zu. 48 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Wolters Kluwer mit elektronischen Produkten, die Online-Umsätze verzeichneten im Berichtszeitraum zweistellige Wachstumsraten. Damit sieht sich Wolters Kluwer-Chefin Nancy McKinstry in ihrer Strategie bestätigt: Im März veräußerte der niederländische Konzern die komplette Bildungssparte an die Beteiligungsgesellschaft Bridgepoint Capital und startete mit dem Erlöß anschließend ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 475 Millionen Euro, um sich noch stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Für das Gesamtjahr erwartet Wolters Kluwer ein Umsatzplus von vier Prozent.