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VS startet Unterschriftenaktion gegen Zuschussverlag

24. Oktober 2008
Redaktion Börsenblatt
Der Verband deutscher Schriftsteller VS fordert den Ausschluss der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe aus dem Börsenverein.
Die Firmengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main gehe "in großem Umfang mit Klageandrohungen, Abmahnungen, Unterlassungsforderungen und diffamierenden Publikationen im Internet gegen Kritiker vor", begründet der VS seine Aktion. Ziel des Aufrufs sei u.a. der Ausschluss der Verlagsgruppe aus dem Börsenverein, teilte der VS mit. „Der Börsenverein ist ein marktbeherrschender Berufsverband, der nicht einfach auf Zuruf interessierter Kreise buchhändlerische Unternehmen ausschließen darf“, meint Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang zu diesem Vorstoß. Die strengen kartellrechtlichen Vorschriften, denen der Verband unterliege, verlangten für einen Ausschluss von Mitgliedern weit mehr als ein Verhalten, das von Branchenmitgliedern als missbilligenswert empfunden werde. Die Gremien des Börsenvereins seien nicht frei in der Entscheidung, wer Mitglied des Verbands werden bzw. bleiben dürfe und wer nicht.“ Der Schriftstellerverband hat Anfang des Jahres das »Aktionsbündnis für faire Verlage« ins Leben gerufen, um Autoren über die Arbeitsweise von Druckkostenzuschussverlagen zu informieren.