Rundfunkänderungsstaatsvertrag

DuMont Schauberg kritisiert BDZV

28. Oktober 2008
Redaktion Börsenblatt
Alfred Neven DuMont, Herausgeber des „Kölner Stadt-Anzeiger“, übt Kritik am Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Verband habe sich zu unkritisch mit den Online-Regeln im Rundfunkstaatsvertrag auseinandergesetzt, so Neven DuMont in einem im "Kölner Stadt-Anzeiger" veröffentlichten Brief an den BDZV-Präsidenten Helmut Heinel.
Mit Unverständnis habe Neven DuMont die Stellungnahme des BDZV zur Entscheidung der Ministerpräsidenten über den neuen Rundfunkstaatsvertrag zur Kenntnis genommen. Der Vertrag zeige sich nur oberflächlich als ausgewogen. In der Wirklichkeit realisiere er weitgehend die Interessen der Rundfunkanstalten, heißt es in dem Schreiben. Im Gegenteil, die Rundfunkanstalten seien ermächtigt, "unter dem Deckmantel des Programmbezugs nach weitgehendem Gutdünken dieselben Inhalte in das Internet zu stellen, wie es auch unsere Zeitungen tun", so Neven DuMont.