»Mit dem Ehrengastauftritt in Frankfurt macht China einen großen Schritt auf uns zu«, sagte Buchmessedirektor Juergen Boos bei einer Pressekonferenz im Literaturhaus. Boos sprach von einer bislang noch »unentdeckten Literatur«, die jetzt zur Buchmesse (14. bis 18. Oktober) erkundet werden könne. Rund 120 Verlage haben nach Angaben der Buchmesse Neuerscheinungen zu China angekündigt; darunter rund 40 belletristische Titel und 20 Anthologien. Bis zum Oktober, so die Prognose, werde die Zahl noch erheblich steigen.
500000 Euro habe China für die Förderung von Übersetzungen ausgegeben, sagte Zhang Fuhai, Direktor des Organisationskomitees. Für das Eröffnungskonzert in der Alten Oper werde eigens eine »Bücher-Sinfonie« komponiert. Als weiteren Höhepunkt des Programms kündigte Zhang eine chinesische Nacht im Bethmannpark an.
Alle 2009 in internationaler Verlagsproduktion erscheinenden Titel werden im Oktober in einer großen Buchausstellung mit dem Titel »Books on China« im Forum auf dem Messegelände zu sehen und zu lesen sein.
»Alles in allem geht es mir beim Ehrengast China wie einem, der einen Korridor voller verschlossener Türen entlanggeht, die sich langsam, eine nach der anderen öffnen und neue Einblicke freigeben«, so Boos.
Boos sagte zudem, dass er Auseinandersetzungen zum Thema Menschenrechte nicht nur erwarte, sondern sich solche wünsche. Zhang verwies auf die unterschiedlichen Menschenrechtsvorstellungen in Europa und China. »Ich schlafe in Deutschland immer schlecht. Die Kissen sind mir einfach zu weich. Aber es sind bestimmt gute Kissen«, so Zhang.