Zum einen sind neue Beschlüsse zur Fernleihe gefasst worden. Zentraler Gegenstand des Vertrages ist aber die elektronische Übermittlung von Punktschriftwerken und Hörbüchern im DAISY-Format. Mit der Vertragsunterzeichnung steht laut Elke Dittmer, der Vorsitzenden von Medibus, „auch blinden und sehbehinderten Lesern das Tor zur digitalen Welt offen“.
Auf Grundlage des geltenden Urheberrechtes und des nun abgeschlossenen Vertrages sollen ihnen Hörbücher als Download zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollen Bücher in einem Format digitalisiert werden, das Blinden, die mit einer Braillezeile arbeiten, keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
Es gilt also vor allem, technische Lösungen zu entwickeln. So ist zunächst geplant, eine netzgestützte Produktions- und Austauschplattform zu realisieren, die den blinden Bibliotheksnutzern die Fernleihe erleichtert.
Bis die Blinden tatsächlich durch das Tor zur digitalen Welt hindurchtreten können, wird noch einige Zeit vergehen. Aber Hauptsache, der erste Schritt ist gemacht. Denn erweist er sich nicht häufig auch als der schwierigste?