Wie das Unternehmen meldet, wechseln „Billboard“, „Hollywood Reporter“, „The Clio Awards“, „Film Journal International“, „Adweek“, „Mediaweek“, „Brandweek“ und „Backstage“ für 70 Millionen US-Dollar (ca. 50 Mio. Euro) in den Besitz der Investorengruppe e5 Global Media. In die Übernahme eingeschlossen sind auch die Film-Messen ShowWest, ShowEast, Cinema Expo International und CineAsia.
Während damit die Fachzeitschriften für die Musik-, Film- und Werbeindustrie einen neuen Anlauf nehmen können, bedeutet der Verkauf das Ende für zwei der renommiertesten Fachzeitschriften für gedruckte Medien: "Kirkus Review" und "Editor & Publisher" werden eingestellt. Die zweiwöchentlich erscheinende "Kirkus Review" hatte der Branche seit 1933 jeweils zwei bis vier Monate vor Erscheinen Besprechungen von Büchern geliefert. Zuletzt wurden ca. 4.500 Titel pro Jahr vorgestellt. Die 1901 gegründete Monatszeitschrift "Editor & Publisher" gilt als wichtigster Branchentitel für die US-amerikanische Zeitungs- und Zeitschriftenbranche.
Nielsen hatte sich, ebenso wie der Konkurrent Reed Elsevier, seit mehr als einem Jahr um den Verkauf der von der Anzeigenkrise betroffenen Fachzeitschriften bemüht. Nicht betroffen von Verkauf oder Schließung ist das britische Buch-Fachblatt „The Bookseller“.