USA

E-Book-Rechte: Random House sieht seine Verträge wasserdicht

14. Dezember 2009
Redaktion Börsenblatt
Random House will sein Geschäft mit E-Books ausweiten – und lässt dabei nichts unversucht. Medienberichten zufolge schickte CEO Markus Dohle am vergangenen Freitag an zig Agenten in den USA einen Brief, um ihnen klarzumachen: Auch bei älteren Titeln gehören die digitalen Rechte uns.
Der E-Book-Markt in den USA formiert sich – mit der Folge, dass alle Unternehmen derzeit dabei sind, ihre Claims abzustecken. Ein Knackpunkt dabei: die Rechte für Titel der Backlist. Zwar gibt es in Autorenverträgen schon lange Paragrafen für elektronische Produkte, die Variante E-Book ist aber noch vergleichsweise neu. Nun muss vielfach nach- und neuverhandelt werden: eine Sisyphosarbeit.  

Wie das "Wallstreet Journal" meldet, prescht Random House-CEO Markus Dohle jetzt vor und stellt klar: Für sein Unternehmen bestehe keine Rechtefrage, alles sei gesichert. E-Books gehörten zur Gruppe der „books in electronic formats“ – für die die Verlagsgruppe seit Jahren standardmäßig die Rechte besitze. Selbst ältere Verträge, die ohne diesen Passus auskommen, hält Dohle für wasserdicht, zumindest wenn sie den Vermerk enthalten, dass Random House mit der Unterschrift nicht nur einfache, sondern Exklusivrechte an einem Stoff erwerbe - um Bücher in jeglichem Format und Medium zu veröffentlichen.