John Makinson, Vorstand der Verlagsgruppe Penguin, rückt gegenüber dem Branchenmagazin Publishers Weekly die Wylie-Offensive in Perspektive: Die betroffenen Backlist-Titel von Penguin, die Wylie als E-Book ausschließlich über Amazon vertreiben will, machten nur ein "sehr kleiner Prozentsatz" der Verlagsumsätze aus. Der Wylie-Vorstoß sei zwar weiterhin genau zu beobachten, allerdings sei es auch keine unlösbare Sache. "Wir werden mit Wylie im Gespräch bleiben und mit unseren Autoren sprechen, was das Beste für sie ist."
Penguin vertritt aber weiterhin die Position, dass Printrechte und digitale Rechte bei Büchern nicht getrennt werden sollten. Bücher sollten außerdem über alle Verkaufskanäle verfügar sein.
Wylie will unter dem Imprint "Odyssey Editions" 20 bekannte Backlist-Titel seiner Klienten ausschließlich über Amazons Kindle-Store (USA) verkaufen, darunter Titel von Salman Rushdie, Martin Amis und John Updike. Der Vertrag soll über zwei Jahre laufen. Alle Bücher werden zum Preis von 9,99 US-Dollar angeboten. Andrew Wylie (Branchenname: "Schakal") gehört mit etwa 700 Klienten zu den weltweit größten Literaturagenten.