Denn ihr Gewinnstreben stößt an eine Grenze, die die Netzneutralität zum frommen Wunsch werden lässt: mangelnde Kapazitäten vor allem im mobilen Bereich. Da ist die Idee, eine private Busspur im Internet einzurichten, auf der Content-Anbieter ihre Datenpakete schneller transportieren könnten als andere, verlockend. Natürlich würden die Nutzer auch dafür bezahlen. Gewinner des Hochgeschwindigkeits-Internet wäre vor allem Google selbst. Der Vorschlag passt zur These des US-Journalisten Chris Anderson, dass das World Wide Web, wie wir es kennen, verschwinden werde. Bezahldienste, Abonnements und Apps würden es nach und nach verdrängen. Ein Prozess, der unumkehrbar ist – aber die Lust auf das Internet dämpft.