Nachdem der Deutsche Buchpreis heuer an eine Schweizerin aus einem Österreichischen Indie-Verlag kommt, blieb der Hotlist-Preis in Deutschland. Insgesamt waren 15 Titel auf der Liste vertreten; acht davon wurden durch die Hotlist-Vorjury aufgestellt, sieben über das Internet-Votingtool der Wochenzeitschrift »Der Freitag« per Publikumsabstimmung gewählt - ein Procedere, das auch Bücher fragwürdiger Qualität ins Finale pushte und den Moderatoren auf der Bühne einige Verbal-Verrenkungen abverlangte.
Mit der in Leipzig lebenden Ulrike Almut Sandig (Jahrgang 1979) wurde indes eine würdige Preisträgerin gekürt. Sandig studierte Religionswissenschaft und Indologie sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihre Gedichte wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Leonce-und-Lena-Preis 2009. Für ihre erste Prosaveröffentlichung "Flamingos" erhielt sie bereits den Silberschweinpreis der lit.Cologne.
Frohe Kunde am Rande: Neben dem wie im Vorjahr von der Mayerschen Buchhandlung gestifteten Sieger-Preisgeld wird es 2011 noch einen Preis für den Zweitplatzierten geben: Die Freiburger Graphischen Betriebe wollen einen Druckgutschein im Wert von 4000 Euro ausloben.