„Das Vorgehen von Bookwire ist mir absolut unverständlich. Das Unternehmen geht erkennbar von falschen Zahlen aus“, sagt Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB.
In der Begründung der Einstweiligen Verfügung unterstellt Bookwire, dass libreka! lediglich 130 Verlage zu seinen Kunden zählt. Derzeit nutzen jedoch bereits über 580 Verlage libreka! zur Distribution ihrer E-Books. Insgesamt sind rund 1.400 Verlage auf libreka! vertreten. „Damit verfügt libreka! derzeit über das breiteste Verlagsangebot“, so Schild.
Der von Bookwire für die Begründung zitierte Absatz aus einem Newsletter der MVB vom Januar besagt, dass 130 Verlage das Angebot von libreka! nutzen, um ihre E-Books auch an internationale Anbieter wie Barnes & Noble zu liefern. „Die Einstweilige Verfügung basiert damit eindeutig auf einem Missverständnis“, so Schild.
Die MVB hatte Bookwire umgehend auf die falsche Zahl aufmerksam gemacht und eine außergerichtliche Einigung angeboten. Diese hatte das Unternehmen jedoch abgelehnt.