Hintergrund für die Namensänderung ist die Entscheidung des Kölner Knabberartikel-Herstellers Intersnack (u.a. Kinder-Snack Pom-Bär), unter dem Projektnamen "Der Deutsche Vorlesepreis" eine neue Aktion ins Leben zu rufen.
"Das Team des Deutschen Vorlesepreises hat sich stets als sachverständige und unabhängige Instanz zur Förderung des Vorlesens und der Liebe zum Buch begriffen", erklärt IG-Vorlesen-Sprecher Harald Stoffels, der die Auszeichnung für ehrenamtliche Vorleser 2005 gemeinsam mit einer Kollegin bei Intersnack entwickelt hatte. Seit 2008 hätte das Organisationsbüro in Köln den Vorlesepreis als sogenannte Corpora Social Responsibilty-Maßnahme von Pom-Bär zu deutschlandweitem Ansehen geführt.
"Die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Sponsor ging im November 2011 überraschend zu Ende, da zwischen den Partnern plötzlich unterschiedliche Auffassungen über Möglichkeiten der Verschränkung der sozialen Engagements des Unternehmens Intersnack mit verkaufsfördernden Maßnahmen für seine Produkte entstanden waren", sagt Stoffels.
IG Vorlesen plant eigene Projekte
Die IG Vorlesen hoffe nun, dass auch unter der Führung der Marketing- und der PR-Agentur von Intersnack der Deutsche Vorlesepreis "Kompetenz, Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und vor allem die lesefördernde Wirkung" behält. Gleichzeitig verfolge die IG Vorlesen ihre eigene Planung eines Projektes "Der Deutsche Vorlesepreis" vorerst nicht weiter. Stoffels: "Da der Projektname als solcher nicht schützbar ist, wäre es rechtlich möglich, mehrere 'Deutsche Vorlesepreise' mit unterschiedlichen Veranstaltern durchzuführen." Dies sei jedoch nicht mit dem guten Zweck zu vereinbaren.
Die IG Vorlesen bereitet stattdessen unter einem neuen Projektnamen eine weitere, bundesweite Festveranstaltung zur Förderung des Vorlesens mit Prominenten vor. Außerdem sollen lokale und regionale Vorleseprojekte realisiert werden.