Aus der Verlagsgruppe Weltbild wird Weltbild Retail

Transfer der Kundendaten beginnt

Im Rahmen der Übernahme durch die Droege Group wird, wie angekündigt, die Verlagsgruppe Weltbild GmbH i.I. in eine neue Gesellschaft (Newco) überführt − die Weltbild Retail GmbH & Co. KG. Diese Newco sei jedoch nicht für alle Weltbild-Firmenteile zuständig, so der Sprecher des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz. Es werde zusätzlich weitere geben.

Im Zuge des "Umzugs" müssen auch die Kundendaten, die durch die Versandaktivitäten der Verlagsgruppe zusammenkamen, auf die neue Gesellschaft übertragen werden, so der Geiwitz-Sprecher Patrick Hacker gegenüber boersenblatt.net. Insgesamt verlaufe die Übertragung der Werte der Verlagsgruppe Weltbild auf die neue Gesellschaft (Newco) "planmäßig". An dieser sind dann sowohl Droege als Investor als auch der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (stellvertretend für die Gläubiger der Verlagsgruppe) beteiligt.

In diesem Zusammenhang wurden jetzt Weltbild-, Jokers- und Kidoh-Kunden per Schreiben, die der Börsenblatt-Redaktion vorliegen, über das Vorhaben informiert, ihre Daten zu übertragen. Die Kunden können dem gegebenfalls innerhalb von drei Wochen widersprechen. Für die Kunden bleibe die Marke Weltbild wie gewohnt bestehen, heißt es weiter in dem Schreiben − es würden sich lediglich die Gesellschaft und die Gesellschafter der Firma ändern.

Die Weltbild Retail GmbH & Co. KG, die am 7. August ins Handelsregister eingetragen wurde, wird zunächst von einem Geiwitz-Mitarbeiter, Johann Zuber, geführt. Als Aufgabenspektrum nennt der Handelsregistereintrag unter anderem: "Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere die Beteiligung an der Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG".

Weitere Newcos − für andere Weltbild-Firmenteile − seien in Vorbereitung, so Hacker. Details nannte er nicht. Die künftige Aufstellung der Weltbild-Geschäftsführung stehe jedoch noch nicht fest.

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5 Kommentar/e

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  • G.Schlossen

    G.Schlossen

    Das übliche: Erst wird filetiert und verschleiert bis keiner mehr durchsieht, dann weiter abgewickelt, geräuschlos.
    Wir in der Filiale hören schon lange nichts mehr.
    Die GL schreibt fleissig weiter tolle powerpoint Präsentationen und die mittleren Chargen sind sowieso schon lange abgetaucht.
    Na solange die Musik noch spielt tanzen wir mal fleissig weiter...

  • Interessierter Leser

    Interessierter Leser

    Manchmal verwirren solche Artikel ohne eine Erläuterung mehr als sie informieren. So weit sich das von hier aus beurteilen lässt, handelt es sich bei der Gründung von Newcos um ganz normale Vorgänge bei einer Firmenübernahme dieser Größenordnung. Also erst einmal nichts Ungewöhnliches.

  • G.Schlossen

    G.Schlossen

    Träumen sie weiter: Hier ist fürchte ich gar nichts normal. Der Aufsichtsrat von Droege hat immer noch nicht unterzeichnet und was Herr Droege will, weiss nach wie vor kein Mensch. Unterdessen ist der Interessenausgleich für eine zweite Filialschliessungswelle seit Wochen in der Warteschleife und man erfährt nicht warum.
    Dafür können Mitarbeiter jetzt Altware zu Sonderkonditionen erwerben, um die Liquidität sicherzustellen (...) . Und neue Ware kommt schon lange nur noch tröpfchenweise. Für mich sieht das ganz und gar nicht normal aus.

  • Interessierter Leser

    Interessierter Leser

    Deshalb habe ich geschrieben "erst einmal". Darüber, was nach den in den Artikel beschriebenen technischen Übernahmenprozessen kommt und welche Auswirkungen das haben wird, kann man im Moment nur spekulieren.

  • G.Schlossen

    G.Schlossen

    Man könnte eine Firma auch übernehmen, ohne diese immer weiter aufzusplittern. I.d.R. dient eine solche Verfahrensweise nur dem Ziel, Steuern zu vermeiden und legitime Ansprüche von Gläubigern und Mitarbeitern abwehren zu können.
    Ja , noch ist es eine Spekulation.Aber die Fakten verdichten sich (s.o.) und es wäre auch nicht die erste Firma, wo es so läuft.

    • ...

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