Schweizer Grand Prix Literatur

Zsuzsanna Gahse prämiert

Zsuzsanna Gahse erhält den mit 40.000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Literatur 2019 für ihr "originelles Werk zwischen Poesie und Prosa", wie das Schweizer Bundesamt für Kultur mitteilt. Zudem wurden ein Spezialpreis sowie die Schweizer Literaturpreise 2019 vergeben.

Zsuzsanna Gahse

Zsuzsanna Gahse © Maurice Haas

Zsuzsanna Gahse wurde 1946 in Budapest geboren, flüchtete 1956 mit ihrer Familie aus Ungarn zunächst nach Wien, später zogen sie nach Kassel. 1983 erscheint ihr erster Roman "Zero", den sie auf Deutsch verfasst. Die Autorin lebte lange in Stuttgart, danach in Luzern und seit 1998 in Müllheim/Thurgau. Das Werk von Gahse, das über vierzig Bücher und unzählbare Veröffentlichungen umfasst, befindet sich laut Jury "im Zwischenraum zwischen Prosa und Poesie". Überzeugt habe die Jury das Interesse der Autorin für Sprache und Wörter und die Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene, aber auch der Sprachklang und die Tempowechsel sowie der nicht nur spielerische Witz und die Ironie. Zuletzt erschienen 2016 "Hundertundein Stillleben" (demand verlag), 2017 "Siebenundsiebzig Geschwister" (Edition Korrespondenzen).

Spezialpreis Vermittlung

Der Spezialpreis geht an das Centre de traduction littéraire in Lausanne sowie das Übersetzerhaus Looren in Wernetshausen. Mit der Auszeichnung würdigt das Bundesamt für Kultur (BAK) die Pionierarbeit der beiden Institutionen für die Förderung der literarischen Übersetzung und ihre wichtige Rolle in der Literaturvermittlung.

Schweizer Literaturpreise 2019

Von den 2018 erschienenen Werken, die am Wettbewerb teilgenommen haben, wurden die Folgenden durch die Eidgenössische Jury für Literatur ausgezeichnet:   

  • Elisa Shua Dusapin: "Les Billes du Pachinko" (Zoé)
  • Alexandre Hmine: "La chiave nel latte" (gabriele capelli editore)
  • Julia von Lucadou: "Die Hochhausspringerin" (Hanser)
  • Anna Ruchat: "Gli anni di Nettuno sulla terra" (Ibis)
  • Patrick Savolainen: "Farantheiner" (Verlag die brotsuppe)
  • José-Flore Tappy: "Trás-os-Montes"  (La Dogana)
  • Christina Viragh: "Eine dieser Nächte" (Dörlemann)

Zu den Preisen

Das Schweizer Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt jedes Jahr die Schweizer Literaturpreise. Der Schweizer Grand Prix Literatur zeichnet das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors aus. Alle zwei Jahre wird im Wechsel mit dem Spezialpreis Übersetzung der Spezialpreis Vermittlung vergeben, den sich in diesem Jahr zwei Institutionen teilen. Diese Auszeichnungen sind mit je 40.000 Franken dotiert.

Zusätzlich werden jährlich Preise für im vergangenen Jahr erschienene Einzelwerke ausgeschrieben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je 25.000 Franken und werden durch spezifische Förderungsmassnahmen unterstützt, die ihre Werke auf nationaler Ebene bekannt machen sollen. Insbesondere werden in der ganzen Schweiz Lesungen organisiert, die es den Autorinnen und Autoren ermöglichen, ihr Publikum über die Sprachgrenzen hinaus zu vergrössern.

Die Preisverleihung findet am 14. Februar 2019, um 18:00 Uhr in der Nationalbibliothek in Bern statt.
 
Informationen zu den ausgezeichneten Werken sowie Biografien und Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger: www.literaturpreise.ch

Die Termine der Lesereise Schweizer Literaturpreise 2019.

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