Thalia packt Buchhändlertipps in seine App

So klappt es mit dem nächsten Buch

Was im persönlichen Gespräch funktioniert, geht auch digital: Thalia will es beweisen. In seine neue App hat das Unternehmen Lesetipps eingebaut – die aber nicht von einem Algorithmus errechnet wurden, sondern ausschließlich von den Buchhändlern in den Filialen stammen. Der Name des Service: Thalia next.

App-Nutzer sollen nicht schlechter bedient werden als jene Kunden, die zu Thalia in die Filiale kommen. "Nennen Sie uns Ihr Lieblingsbuch und entdecken Sie Ihr nächstes Lieblingsbuch!", wirbt das Unternehmen in der vom ehemaligen Textunes-Team in Berlin generalüberholten App für den neuen Mobilservice Thalia next – next für: das nächste Buch.

Thalia next soll 100.000 Lieblingsbücher kennen

  • Thalia will es Kunden einfacher machen, aus der Vielzahl der lieferbaren Titel das Passende für sich herauszufiltern. Die Empfehlungen sind dabei nicht an einen Algorithmus gebunden, der bloß auf bisherigen Recherchen und Einkäufe schaut, sondern stammen von den Mitarbeitern in den Läden.
  • Das Grundprinzip: Buchhändler bewerten Bücher nicht nur in einem kurzen Text (wie gewohnt), sie verknüpfen sie auch mit einer Reihe von Metadaten – schaffen Titelverweise auf der Basis von inhaltlicher Ähnlichkeit, ähnlicher Sprache oder Motive (u.a.). Im Grunde würden die Buchhändler das Gleiche tun wie bei einem Beratungsgespräch im Laden, sagt eine Unternehmenssprecherin.
  • Rund 570 Mitarbeiter haben bereits Titel miteinander verknüpft  – insgesamt wurden bislang 13.000 Titel für den Service indexiert. Nach eigenen Angaben soll die Zahl der auf diese Weise rezensierten Titel innerhalb der nächsten Monate auf mehr als 100.000 anwachsen.

Aktuell ist der Service den Nutzern der Thalia-App (Android, iOS) vorbehalten. Langfristig, wenn die Strategie des internen Crowdsourcing-Projekts tatsächlich aufgeht und Thalia von Kunden Pluspunkte bekommt, soll er auch im Webshop angeboten werden, heißt es aus dem Unternehmen – möglicherweise auch in den Läden (an Stöberterminals). Zusatzoption für die Zukunft: Thalia bindet Kunden ein, lässt sie selbst Bücher empfehlen – für andere Kunden.

Cross-Selling-Ansätze verfolgen auch andere, etwa Hugendubel und die Mayersche.

Video über Thalia next im Youtube-Kanal von Thalia)


#liesdichweg geht in Frankfurt in die Verlängerung

Soziale Medien spannt Thalia schon länger ein, um Kontakt zu  Kunden zu halten. 2014 lief die Aktion "20 Sekunden Buch", dieses Jahr lief den Sommer über die Kampagne #liesdichweg. Unter dem Hashtag #liedichweg konnten Teilnehmer (ab 15. Juni) ihre Fotos auf Facebook, Twitter und Instagram gepostet.  Am Ende jeder Woche wurden exklusive Bücherpakete an jeweils zehn Gewinner verlost.

Nach vier Monaten und gut 4.000 Bildern sei die Aktion erst einmal beendet, heißt es aus Hagen - bis zur Frankfurter Buchmesse: Dann will Thalia das Thema "Lesemomente" erneut aufgreifen. In Halle 3.0 (B15) ist das Unternehmen mit einem #liesdichweg-Stand vertreten – inklusive Foto-Box (wählbare Hintergründe: Hogwarts, Mittelerde u.a.).

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