Dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bis auf die Eröffnung am heutigen Abend alle weiteren Leipzig-Termine abgesagt hat, unter anderem den traditionellen Messerundgang und eine Veranstaltung ausgerechnet in der Deutschen Nationalbibliothek, findet Messe-Direktorin Böhmisch schade – "aber es ist, wie es ist. Wir freuen uns, dass er heute Abend zur Eröffnung spricht."
Angesichts der in 30 Minuten durcheilten Problemlagen hielten sich die aufs Messegelände geströmten Medienvertreter mit Fragen größtenteils zurück. Inmitten der kulturpolitischen Aufgeregtheiten blitzte ein kleiner Neben-Aspekt auf, der noch nie Gegenstand des hochoffiziellen Podiums war: Die Socken, die Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner trug. Anders als die legendären roten Socken Klaus Wagenbachs zeigten diese das relaunchte Buchmesselogo in den neuen, leuchtenden Hausfarben. "Wir würden uns über viele Sockenträger freuen", bekräftigte Astrid Böhmisch zum Abschied. Ob daraus nun eine Messe-Socken-Kampagne wird, steht dahin. Ein kurzer Fakten-Check des Börsenblatts zeigt: Im Merch-Shop der Buchmesse gibt es aktuell zwar "Panoramatassen", Badeschlappen und T-Shirts, nicht aber die coolen Socken von Buhl-Wagner.