Mit 25.000 Euro dotiert

Thomas Mann-Preis 2026 geht an David Grossman

6. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Hansestadt Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, verleihen den Thomas Mann-Preis 2026 an den israelischen Schriftsteller David Grossman. Sein erzählerisches und essayistisches Werk öffne Räume für Verständigung und Versöhnung.

David Grossman

David Grossman

In der Begründung heißt es weiter: "Der 1954 geborene David Grossman zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der Gegenwart. Sein erzählerisches Werk stellt sich der streitbaren Geschichte und Gegenwart Israels. Romane wie 'Eine Frau flieht vor einer Nachricht' (2009), 'Kommt ein Pferd in die Bar' (2016, ausgezeichnet mit dem International Booker Prize) oder 'Was Nina wusste' (2020) zeichnen eindrucksvoll nach, welche inneren und äußeren Verletzungen die Kriege und die alltägliche Bedrohung bei den Menschen hinterlassen. In seinen Essays, zuletzt im Band 'Frieden ist die einzige Option' (2024), hat sich David Grossman immer wieder mit großer Entschlossenheit für eine politische Aussöhnung im Nahen Osten eingesetzt.“ Auf Deutsch erscheint Grossmans Werk in der Übersetzung von Anne Birkenhauer-Molad bei Hanser.

Über die Auszeichnung

Der Thomas Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Friedhelm Marx (als Vorsitzender), Prof. Dr. Sven Hanuschek, Dr. Caren Heuer, Michael Krüger, Dr. Wolfgang Matz, Henning Schumann und Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

Die Verleihung des Preises durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste findet am 25. September 2026 um 19.30 Uhr im Theater Lübeck statt. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Dr. Julia Encke von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.