Hörtipp zu literarischen Protesten in Minneapolis

"Genau jetzt mehr Gedichte"

10. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

In einem knapp achtminütigen Beitrag für den Radiosender SWR fasst Ulrich Rüdenauer unter der Überschrift "Poems of Minneapolis" zusammen, "wie die Kreativszene gegen ICE-Razzien kämpft". Dazu gehören sowohl Lyriker:innen wie Amanda Gorman als auch die Buchhandlung von Louise Erdrich.

Screenshot des SWR-Beitrags

Nach der Tötung von Renée Good durch einen ICE-Beamten Anfang Januar haben zahlreiche Künstler:innen Protestgedichte und -songs verfasst. Eine der bekanntesten ist Amanda Gorman, die auch auf dem im selben Monat getöteten Alex Pretti einen Text gewidmet hat. Renée Good war selbst Lyrikerin.

„Buchhandlungen verschenken Bücher an Kinder oder verteilen Trillerpfeifen, Birchbark Books, der Buchladen der Schriftstellerin Louise Erdrich, schloss während der großen Protestdemo und lud Kinder aus der Nachbarschaft zum Spielen in sicherem Umfeld ein“, berichtet Ulrich Rüdenauer.

Die Kraft der Kunst sei durchaus gefürchtet – wie die book bannings in den USA zeigen würden. Zitiert wird u.a. der Autor Charles Baxter, der im Magazin „Literary Hub“ schrieb, dass es vielleicht merkwürdig klinge, aber dass man genau jetzt mehr Gedichte brauche.

Hier geht es zu SWR-Beitrag: Wie die Kreativszene gegen ICE-Razzien kämpft