Dotiert mit 5.000 Euro

Literaturpreis Merano-Europa geht an Vernesa Berbo

8. Juni 2026
Redaktion Börsenblatt

Am 6. Juni wurde in Meran der Internationale Literaturpreis Merano-Europa verliehen, der sich seit 1995 als Brücke zwischen der deutschen und der italienischen Literatur versteht. Der beste deutschsprachige Roman ist in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.

 

Preisübergabe an Vernesa Berbo

Preisübergabe an Vernesa Berbo

Gewonnen hat Vernesa Berbo für "Der Sohn und das Schneeflöckchen", ein Roman über zwei Schwestern während der Belagerung Sarajevos. Piera Ventre erhielt für "Stella randagia" (NN Editore) die Auszeichnung "Bester italienischsprachiger Roman". In der Kategorie Lyrik-Übersetzung wurde Riccardo Held für seine Übersetzung von Rainer Maria Rilkes "Die Sonette an Orpheus" ins Italienische ausgezeichnet (Mondadori).

Die Gewinner der Kategorie Belletristik erhalten jeweils ein Preisgeld von 5.000 Euro, die Finalist:innen je 1.000 Euro. Der Gewinner der Kategorie Lyrik Übersetzung erhält 4.000 Euro. Die finale Entscheidung lag, wie jedes Jahr, beim Publikum: Eine Leser:innenjury aus 100 Leser:innen, je 50 aus dem deutsch- und italienischsprachigen Raum, gab ihre Stimmen live vor Ort ab. Die Auszählung erfolgte öffentlich.

Der Internationale Literaturpreis Merano-Europa wird alle zwei Jahre vom Kulturverein Passirio Club Merano ODV ausgerichtet, in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund und der Stadtbibliothek Meran, unter der Schirmherrschaft der Autonomen Region Trentino-Südtirol, der Autonomen Provinz Bozen und der Gemeinde Meran.