Mehr als ein Ort fürs Lernen
Zwischen Mobbing, Handy und echter Freundschaft: Der Schulalltag spielt in den aktuellen Kinderbüchern eine wichtige Rolle. Gründe dafür gibt es viele.
Zwischen Mobbing, Handy und echter Freundschaft: Der Schulalltag spielt in den aktuellen Kinderbüchern eine wichtige Rolle. Gründe dafür gibt es viele.
"Echte Kümmernisse, aber auch viel Albernes": In der Klett-Kinderbuchserie "Die wilden Schulzwerge" hat beides Platz, wie Verlegerin Monika Osberghaus erzählt. Ihr Ziel: In den Erstlese-Abenteuern, die jetzt gebündelt in einem Sammelband erscheinen, soll es um Themen gehen, "die Grundschulkinder wirklich umtreiben". Deshalb wurden im Vorfeld Kinder nach Erlebnissen im Alltag gefragt – und nach ihren "Aufregern".
An den Vorschauen der vergangenen Jahre lässt sich ablesen, dass die Grundschule im erzählenden Kinderbuch eine wachsende Rolle spielt. "Geschichten, die nah an den Bedürfnissen und der Lebenswelt der Zielgruppe sind", will auch Planet! (Thienemann-Esslinger) anbieten. Weil es immer mehr Ganztagsschulen gebe, nehme das Thema entsprechenden Raum im Familienleben ein, erläutert Lektorin Franziska Bräuning. Mit der 2024 gestarteten Serie "Willkommen bei den Grauses" geht Planet! auf Freundschaft und Vielfalt ein, mit dem Comicband "Smilla und die Superhirne" (Flavia Fox, illustriert von Maleek) auf Spaß und positive Herausforderungen "Vielen Kindern fällt soziale Interaktion schwer", weiß Bräunig. "Wir wollen das abbilden, aber mit einer empowernden Botschaft: Manchmal kann Anderssein auch zur besonderen Stärke werden. Jeder ist gut so, wie er ist!"
Neben Freundschaft und Zugehörigkeit kommen in den Kinderbüchern rund um den Schulalltag auch handfeste Abenteuer vor – etwa in Form von Ausflügen wie in "Die katastrofabelhafte Klassenfahrt" (Magellan). Manchmal werde das realistische Schulsetting dabei mit Magie und Fantasy kombiniert, so erzählt Patricia Pfeffer, Kinderbuchredakteurin bei Magellan: "Die Grundschule ist für Kinder der Ort, der neben der Funktion der Bildung als zentraler Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe fungiert", ergänzt Pfeffer. "Die Schule spielt also eine große Rolle für die Interaktion mit 'Peers' und bietet sich deshalb als ideales literarisches Setting für Kinder an."
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