Der Perlentaucher und das "Toledo"-Programm des Deutschen Übersetzerfonds starten eine Zusammenarbeit. Der Perlentaucher wird einer Mitteilung zufolge auf die "Toledo"-Journale verweisen, in denen Übersetzer:innen über ihre Arbeit an ganz konkreten Büchern reflektieren. Und man startet zusammen mit "Toledo" eine neue Kolumne – "Mind the Gap": Hier geht's ums Übersetzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Gerade Übersetzungen gehören zu den Qualifikationen, die von Künstlicher Intelligenz radikal in Frage gestellt werden, so die Perlentaucher-Redaktion: Technische Übersetzungen oder Übersetzungen aus bestimmten Sachgebieten wie Recht oder Wirtschaft könnten heute schon von KI erstellt werden – der Übersetzer wird hier zum Kontrolleur im Maschinenraum. Aber wie verhalte es sich mit literarischen Übersetzungen? Einige der bekanntesten deutschen und internationalen ÜbersetzerInnen werden in den nächsten Monaten über diese Fragen nachdenken. Den Start macht die Chinesisch-Übersetzerin Karin Betz: "Literaturübersetzung ist kein Rechenexempel, sie ist im besten Sinn unberechenbar", schreibt sie in ihrer Kolumne.
Das "Toledo"-Programm habe sich seit seinem Start 2018 als internationale Sparte und digitales Labor des Deutschen Übersetzerfonds etabliert. Toledo schaffe einen Begegnungsort der deutschsprachigen und internationalen Übersetzerszenen und stärke literarische Übersetzer:innen darin, ihre Mittlerrolle zwischen den Kulturen und Sprachräumen aktiv auszuüben. "Auf die Idee zu einer Kooperation mit "Toledo" kamen wir durch die grandiosen "Toledo-Journale", die auf der schönen Website von Toledo nachzulesen sind: Das sind Berichte aus dem Maschinenraum der Literatur, sie beleuchten das Innenleben literarischer Werke und die Transitstrecken in andere Sprachwelten" so die Perlentaucher-Redaktion.