Nachdem die Verlag Fritz Knapp GmbH am 17. Juli 2025 Insolvenzantrag gestellt hatte, bestellte das Amtsgericht Frankfurt am Main Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner, Sanierungsexperte und Partner in der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner, zunächst zum vorläufigen und anschließend zum Insolvenzverwalter, geht aus einer Presseinformation des Insolvenzverwalters hervor.
Bei Übernahme des Verfahrens sei der Geschäftsbetrieb bereits weitgehend eingestellt gewesen, den Beschäftigten war gekündigt worden. Gemeinsam mit der Belegschaft sei es dem Insolvenzverwalter jedoch gelungen, den Verlagsbetrieb kurzfristig wieder aufzunehmen und über mehrere Monate erfolgreich fortzuführen. Parallel seien Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt und ein strukturierter Investorenprozess durchgeführt worden, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung zu schaffen.
Diese Strategie habe sich ausgezahlt: Die wesentlichen Assets der Verlag Fritz Knapp GmbH wurden mit wirtschaftlichem Stichtag zum 1. Juni an die Lehmanns Media GmbH, ein Unternehmen der Thalia-Gruppe, veräußert. Mit der Übernahme werden die folgenden fünf traditionsreiche Fachzeitschriften
- Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen
- Karten
- FLF – Finanzierung/Leasing/Factoring
- bank und markt
- Immobilien & Finanzierung
für den Bankensektor einschließlich der zugehörigen Marken-, Verlags- und Veranstaltungsrechte fortgeführt. Zugleich konnten 90 Prozent der Arbeitsplätze gesichert werden.